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Vereins - Geschichte

Der Eisenbahner-Sportverein eV. Landau (Pfalz)

Der Eisenbahner-Sportverein Landau e.V. ist 50 Jahre alt geworden. In dieser langen Zeit hat sich viel ereignet. Es gab Höhen und Tiefen, Erfolge und Mißerfolge, gute und schlechte Zeiten. Immer wieder wurden durch die Gemeinschaft der Mitglieder und einzelne aktive Frauen und Männer die
Schwierigkeiten gemeistert.

Im Jahre wurde in Landau der Eisenbahnerverein gegründet. Er hatte zunächst das Ziel, alle Bedienstete im Bereich des damaligen Betriebsamtes Landau zusammenzufassen und die Berufskameradschaft zu pflegen, außerdem eine Gesundheitsfürsorge für den Bediensteten selbst und seine Angehörigen zu fördern. Nach der Gründung standen die kulturellen Belange (Ausflüge, Feiern und gesellige Zusammenkünfte) an erster Stelle. Später wurde die Abteilung Sport ins Leben gerufen.

Zuerst trat die Schießabteilung an die Öffentlichkeit. Das Training wurde in einem Stall einer Kaserne in Landau behelfsmäßig durchgeführt. In der Nähe dieser Kaserne befand sich ein freier, unebener Platz. Er wurde in freiwilliger Arbeit durch Vereinsmitglieder hergerichtet, die Faustballabteilung konnte dort ihr Training und ihre Wettspiele durchführen. Später konnte der Spielbetrieb auf den Jahnsportplatz am Westbahnhof verlegt werden. Dort wurde auch Leichtathletik betrieben.

Mit finanzieller Hilfe der Reichsbahn wurde Ende 1936/Anfang 1937 in Höhe der Queichheimer Brücke eine Schießhalle mit vier Ständen eingerichtet. Der Eisenbahnersportverein hatte damals bis zu 6 Mannschaften. Nach dem Bau der Schießhalle wurde gleich daneben auch eine moderne Kegelbahn erstellt. Im Jahre 1939 wurde eine Fußballabteilung gegründet. Vereinslokal war das Hotel ,,Monopol" gegenüber dem Bahnhof (heute Kaufhof-Gelände). Der Krieg brachte zwangsläufig eine Einengung unseres Sportbetriebes. Als erste waren unsere Kegler betroffen, denn 1940 wurde die Kegelbahn von einer Grenzschutzabteilung belegt; die Kegler mußten auf fremde Bahnen ausweichen. Dann mußte die Schießhalle für die Einquartierung von Fremdarbeitern freigemacht werden.

Der Krieg und sein tragischer Ausgang setzten zunächst dem Eisenbahnersport ein Ende. Die Sportstätten waren durch Bomben zerstört, die Unterlagen des Vereins vernichtet. Viele der ehemaligen Mitglieder waren aus dem Krieg nicht mehr zurückgekommen. Es war äußerst schwierig, einen neuen Anfang zu finden.

Am 12.09.1956 fand in kleinem Kreis die Gründungsversammlung statt. Otto Plate, der die Wiedergründung des Vereins betrieb, wurde 1. Vorsitzender. Man fing mit dem Tischtennissport an. Die Beteiligung war sehr gut. Im Bahnhof, im Saal einer Gaststätte und in der Turnhalle am Feuerwehrplatz wurde gespielt. Eine befriedigende Lösung für Training und Spiel der Tischtennisabteilung fand sich in den folgenden Jahren nicht. Obwohl schöne sportliche Erfolge zu verzeichnen waren, mußte der Tischtennissport 1963 wieder auf gegeben werden.

Im Jahre 1957 wurde eine Kegelabteilung gegründet. (Der ESV hatte inzwischen 120 Mitglieder). Sportkegeln, also Leistungssport, gab es allerdings damals noch nicht. Wegen Schwierigkeiten in der Anmietung fremder Bahnen bestand diese neue Abteilung zunächst nur kurze Zeit.

Am 20.01.1957 wurde in der ersten Jahreshauptversammlung eine neue Satzung beschlossen. Otto Plate wurde als 1. Vorsitzender bestätigt. In diesem Jahr erfolgte die Anmeldung der Abteilungen bei den einzelnen Sportverbänden. Am 12.10.1957 wurde der ESV ins Vereinsregister beim Amtsgericht Landau eingetragen.

Der Vorstand befaßte sich zu Anfang des Jahres 1958 mit dem Plan, ein eigenes Sportheim zu schaffen; geeignetes Gelände bot sich in der Nähe des Bundesbahnbetriebswerkes an. Das Haus konnte am 04.04.1959 seiner Bestimmung übergeben werden.

Im Jahre 1961 wurde die Schützenabteilung gegründet; bald danach konnte ein Schießstand fertiggestellt werden. Zunächst wurde von den Schützen nur eifrig trainiert; Rundenkämpfe kamen erst 1962.

Die Schützen hatten nun 2 Mannschaften. Zahlreiche sportliche Erfolge wurden erzielt. Als im Sommer 1962 die Kegelbahn im keller des neuen Landauer Bahnhofes in Betrieb genommen werden konnte, wurde die Kegelabteilung neu gegründet und das Sportkegeln begonnen.

Der ESV hatte jetzt etwa 400 Mitglieder. Die Genehmigung für die Bewirtschaftung unseres Spontheimes wurde von der Stadt Landau erteilt, das Heim wurde überholt. 1963 nahmen zwei Kegelmannschaften an den Rundenkämpfen teil; die erste Mannschaft hatte schon große Erfolge. Besonders erfolgreich waren unsere Schützen.

Ende 1964 wurde die Sportfischerabteilung gegründet, als der ESV in Kaltenbach Fischgewässer übernehmen konnte.

Werner Bäcker gründete 1965 die Tauchsportabteilung.
1981 baute der ESV die Tennisplätze; die Einweihung war im Frühjahr. Im gleichen Jahr wurde die Vereinszeitung ESV-Report ins Leben gerufen. Im Jahr 1982 erfolgte die Erneuerung des ESV-Heimes. Eine Fülle sportlicher Erfolge war etwa ab 1964 zu verzeichnen. Hier kann nur eine kurze Aufzählung vorgenommen werden.

Schützen:
1964 Eisenbahnermeisterschaften Luftgewehr 1. Platz Damen und Herren, 1966 Deutsche Meisterschaft 3. Platz der Damen, 1963 + 1964 in Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften erreichten die Schützen erste, zweite und dritte Plätze.

Bogenschützen:
Mit der Gründung der Bogenschützenabteilung 1966 begann eine große Zeit für den ESV; Rita und Helmut Gensheimer waren unsere herausragenden Sportler.
1967,1968,1969 und 1970 Fita-Turniere,
1969 Deutscher Meistertitel in Hannover (Jugend), 3. Platz für Senioren, Rheinland-Pfalz-Meisterschaft 2. Platz Rita Gensheimer, 1970 ESV-Jugend deutscher Vizemeister in Tübingen,
1971 Sieg von Rita Gensheimer beim Europa-Cham pionat vor USA, Helmut Gensheimer bei den Herren B 8. Platz, Gerd Knöfel in der C-Klasse 2. Platz, 1972 Bogenfeldschießen in Landau, Rita Gensheimer 1. Platz, Landesmei sterschaft in Landstuhl, Rita Gensheimer 1. Platz, Weltmeisterschaft in Udine / Italien, Rita Gensheimer 8. Platz,
1979 Feldbogenschießen, 2. Deutscher Meister Josef Leier.

Kegler:
1980 wurde die Keglerjugend Landesmeister B-Jugend mit lngmar Kryza, A Jugend 2. Meister Werner Horn, die ESV-Kegler steigen in die Landesliga auf. Seit 1984 ist die Bogenschützenabteilung wieder aktiv tätig und ist bestrebt, an die Leistungen aus den 70er Jahren anzuknüpfen.

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